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In Zeiten der Wirtschaftskrise in Europa und Amerika bekommt das Thema Kapitalanlagen wieder größeren Stellenwert. Aktien sind ein risikobehangenes Unterfangen und auch Wertanlagen in Gold sind nicht mehr so stabil wie in der Vergangenheit. Für alle, die vor Börsenspekulationen zurückschrecken, ihr Gespartes aber nicht vollständig auf ein Konto einzahlen wollen, zeigt die „Welt am Sonntag“ in ihrer Online-Ausgabe vom 23. November (Artikel: „Nobles Ticken im Depot“) eine alternative Art der Kapitalanlage auf.
Wie wäre es mit Nobeluhren als Anlagewert? Diese sind börsenunabhängig. Absolute Krisensicherheit gibt es allerdings auch in dieser Branche nicht. Änderungen der Sammler-Vorlieben, konjunkturelle Schwankungen, modische Trends – all das kann die Wertsteigerung von Uhren beeinflussen. Sowohl positiv als auch negativ. Sicherer als Spekulationen an der Börse sind Investitionen in Uhren aber allemal. Trotzdem lässt sich das Wertsteigerungspotenzial zusätzlich vergrößern, wenn man bestimmte Kriterien beachtet. Das erste Kriterium: der Name Das größte Potenzial haben Armbanduhren von Patek Philippe und Rolex. Letztere gelten allgemein als Synonym für teure Uhren. Das macht die Zeitmesser, die in einer recht hohen Auflage produziert werden, wertstabil. Uhren von Patek Philippe hingegen gehen nur in geringer Auflage in Produktion und haben eine Vielzahl von Zusatzfunktionen, in Fachkreisen Komplikationen genannt. Ebenfalls Wertsteigerungspotenzial bergen die Uhren des italienischen Herstellers Officine Panerai, die Taschenuhren von A. Lange & Söhne sowie Zeitmesser von Vacheron Constantin, einer Schweizer Manufaktur. Das zweite Kriterium: die Manufakturwerke Uhren mit Standardwerken sind eine Fehlinvestition. Es muss schon ein handgefertigtes Werk sein, denn erst die Mechanik macht die Uhr zu einem kleinen Meisterstück. Auch Komplikationen sind wertsteigernd. Und hier gilt: je schwieriger die Komplikation in der Herstellung, umso wertvoller der Zeitmesser. Die beliebteste ist der Chronograph, der die Stoppuhrfunktion ermöglicht. Um Zwischenzeiten zu messen braucht man einen Schleppzeiger, in Fachkreisen Rattrapante genannt. In die Preiskategorie der fünf- bis sechsstelligen Summen schaffen es Uhren mit Zusatzfunktionen wie Mondphase oder ewiger Kalender; Repetitionsuhren, die ein Schlagwerk haben, das die vergangenen Minuten, Viertelstunden oder Stunden akustisch wiedergibt; sowie Uhren mit einem Tourbillon, das die Ganggenauigkeit verbessert. Das dritte Kriterium: der Erhaltungszustand Auch bei gebrauchten, älteren Uhren, im Fachjargon Vintage-Uhren genannt, kann eine Wertsteigerung vorliegen. Allerdings ist hier der Erhaltungszustand ausschlaggebend. Außerdem sollte man seine Uhr regelmäßig warten lassen und dieses dann am besten sorgfältig dokumentieren. Und eines gilt in der Branche fast schon als ungeschriebenes Gesetz: Um die Wertsteigerung einer Uhr zu optimieren, sollte man sie niemals tragen.
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